Bilderausstellung rückt Kinder suchtkranker Eltern in den Fokus

Jedes fünfte bis sechste Kind in Deutschland wächst mit einem suchtkranken Elternteil auf. Um dieser „unsichtbaren“ Gruppe eine Stimme zu geben, präsentieren die Fachstelle für  Suchtprävention des Paritätischen PSW Behindertenhilfe, das Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz Landkreis Börde und die Koordinierungsstelle Frühe Hilfen des Landkreises eine besondere Bilderausstellung. Die ausgestellten Werke entstanden in Zusammenarbeit mit angehenden Erzieherinnen und Erziehern der Evangelischen Fachschule für Soziale Berufe in Wolmirstedt. Die Ausstellung lädt Besucher dazu ein, die Perspektive der Kinder einzunehmen und sich über  Unterstützungsangebote im Landkreis Börde zu informieren.

In Deutschland sind schätzungsweise drei Millionen Kinder und Jugendliche sowie rund sechs Millionen Erwachsene von Suchterkrankungen in der Familie betroffen. Die Folgen sind oft gravierend: Vernachlässigung, Gewalterfahrungen und ein massiv erhöhtes Risiko, später selbst eine Sucht oder psychische Erkrankung zu entwickeln. Dennoch bleibt das Thema in der Gesellschaft oft ein Tabu. „Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen kein Mitleid, sondern Verständnis, Sichtbarkeit und Unterstützung“, betont Martina Engelhard-Oxe, Beraterin der Fachstelle für Suchtprävention. „Mit der Bilderausstellung wollen wir diese Kinder aus dem Schatten holen und zeigen, wie das Helfersystem ihnen und ihren Familien wirksam zur Seite stehen kann.“

Die ausgestellten Bilder sind das Ergebnis eines Projektkurses. Angehende Erzieherinnen und Erzieher haben sich darin kreativ mit der Lebenswelt betroffener Kinder auseinandergesetzt. Die Ausstellung findet vom 18.02. – 06.03.2026 im Foyer des Landratsamtes in Haldensleben statt.

Ansprechpartnerin:
Fachstelle für Suchtprävention des Paritätischen PSW Behindertenhilfe
Frau Martina Engelhard-Oxe
Telefonnummer: 03904 6685850
E-Mail: praevention-hdl@web.de

Foto: 
Martina-Engelhard-Oxe, Fachstelle für Suchtprävention Haldensleben
Stefanie Kunz, Koordinatorin Netzwerk Frühe Hilfen Landkreis Börde
Sara Nique, Gesundheitskoordinatorin Landkreis Börde
(von links nach rechts)