Literatur zum Thema Kinderschutz

Nachfolgend finden Sie empfehlenswerte Literatur rund um das Thema Kinderschutz, die Sie in Ihrer fachlichen Arbeit als professioneller Helfer unterstützen und stärken.

Literaturempfehlungen für Fachkräfte

Kindesvernachlässigung

Kindesvernachlässigung Erkennen, Beurteilen, Handeln

Immer zu wenig zu essen, Chaos in der Wohnung, kaum Zuneigung: Vernachlässigung hat viele Gesichter. Wenn Eltern nicht tun, was nötig wäre, damit ihre Kinder körperlich und seelisch ausreichend versorgt sind, vernachlässigen sie sie.

Die Broschüre, die in Kooperation mit dem Institut für soziale Arbeit e. V. (ISA) und der Bildungsakademie BiS herausgegeben wurde, beleuchtet Erscheinungformen und Hintergründe von Kindesvernachlässigung und zeigt auf, welche Hilfsmaßnahmen funktionieren können.

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Quelle: Deutscher Kindeschutzbund und Landesverband NRW e. V., Wuppertal; Bildungsakademie BiS, Wuppertal; Institut für soziale Arbeit e. V., Münster (6. aktualisierte und erweiterte Auflage 2012)

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Ein Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher in Sachsen-Anhalt zu Früherkennung, Handlungs­möglichkeiten und Kooperationen

Der Leitfaden richtet sich an alle pädagogischen Fachkräfte in Schulen, Horten, Kindertagesstätten und anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Er bietet den Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern die notwendigen Informationen, um die vielfältigen Formen von Gewalt und Vernachlässigung möglichst frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit anderen Fachkräften für die betroffenen Kinder und Familien Hilfe anzubieten.

Grundlage für eine erfolgreiche Kooperation aller Fachkräfte untereinander in einem gut funktionierenden Netzwerk ist die Kenntnis voneinander, um dann die entsprechenden Kontakte zum Wohl des Kindes zeitnah nutzen zu können.

Für die Kontaktaufnahme mit anderen Institutionen bietet der Leitfaden in seinem Serviceteil umfangreiche Adressenübersichten bestehender Hilfsangebote im Bereich Kinderschutz, wie z. B. Jugendämter, Gesundheitsämter, Beratungsstellen für Familien-, Lebens. und Erziehungsfragen, Frauenhäuser, Sozialpädiatrische Zentren, Frühförderstellen.
Eine allgemeine Beschreibung dieser Hilfsangebote soll den Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern die Entscheidung erleichtern, welche Beratungsstelle für eine optimale Problemlösung infrage kommt.

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Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Sachsen-Anhalt; Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt; Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt (hrsg., 2010)

Stoppt Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Medizinischer Leitfaden

Der Leitfaden zur Früherkennung von Kindesvernachlässigung und -misshandlung wendet sich an Ärztinnen und Ärzte sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte. Er soll helfen, Symptome von Gewalt und Vernachlässigung schneller zweifelsfrei zu identifizieren.

Zugleich werden rechtliche Hinweise gegeben und Tipps, was vor allem mit welchen Kooperationspartnern zu tun ist, wenn es einen begründeten Verdacht der Kindesmisshandlung gibt.

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Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Sachsen-Anhalt; Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt; Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt (hrsg., 2015)

Kinderschutz: Was Jugendämter leisten.

Die meisten Kinder wachsen sicher und behütet auf. In der Regel sind es Eltern, die sich kümmern und alles geben, damit ihre Kinder zu starken und selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen.

Manchmal geraten Kinder aber auch in existenzielle Not, erleben Gewalt und Vernachlässigung innerhalb der Familie und drohen in ihrer Entwicklung Schaden zu nehmen. Vielleicht sind angesichts der Sorgen der Eltern die Kinder aus dem Blick geraten. Vielleicht halten aber auch Jugendliche den Druck nicht mehr aus, verweigern die Schule oder laufen von zu Hause weg.

In solchen Situationen brauchen Eltern Hilfe und Unterstützung, damit sie wieder verantwortlich für ihre Kinder sorgen können. In solchen Situationen brauchen aber auch Kinder und Jugendliche jemanden, der ihnen zur Seite steht, sich für ihre Rechte einsetzt und sie wirksam vor Gewalt und Vernachlässigung schützt.

Beides leisten Jugendämter. Sie unterstützen auf vielfältige Weise bei der Erziehung. Sie sorgen aber auch von sich aus aktiv für den Schutz von Kindern und Jugendlichen, wenn diese in ihrer Entwicklung gefährdet sind. Das ist keine leichte Aufgabe. Wie die Jugendämter ihre Arbeit im Kinderschutz gestalten, darüber können Sie sich in dieser Broschüre informieren.

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Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter; c/o Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz (Stand April 2013)

Die Kinderschutzfachkraft – eine zentrale Akteurin im Kinderschutz

Rolle und Auftrag der Kinderschutzfachkraft im Kinderschutz

Was ist eine Kinderschutzfachkraft und welche Aufgaben hat sie? In der Broschüre des Kompetenzzentrums Kinderschutz geben Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Professionen Antworten auf diese Frage. Daraus ergibt sich ein detailgetreues Bild der Tätigkeit der Kinderschutzfachkraft, deren Aufgabenspektrum mit dem Bundeskinderschutzgesetzt stark gewachsen ist.

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Quelle: Institut für soziale Arbeit e. V.; Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V.; Bildungsakademie BiS (Stand 2013)

Gesetzliche Grundlagen zum Kinderschutz

Kinder- und Jugendhilfegesetz

Aktueller Gesetzestext SGB VIII (KJHG) & Erläuterungen

Das SGB VIII ist ein Instrument zur Vorbeugung, zur Hilfestellung und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, Mädchen und Jugend, jungen Frauen und jungen Männern. Das Gesetz verpflichtet die Jugendämter zur Hilfe und schafft Rahmen für die Unterstützung von Sorgeberechtigten, Müttern und Vätern zum Wohle ihrer Kinder.

Es soll Kindern und Jugendlichen Recht und Stimme verschaffen und Handwerkszeug sein für Fachkräfte und engagierte Menschen. Dazu sind alle aufgefordert – nicht nur die hauptamtlichen Fachkräfte und die Ehrenamtlichen in der Jugendhilfe, sondern auch Politikerinnen und Politiker, Verwaltungsfachkräfte, Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen, Jugendbeauftragte bei der Polizei, Ärztinnen und Ärzte, Pfarrer, Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft und der Kultur.

Allen diesen Personengruppen und interessierten Laien soll diese Broschüre Grundinformationen liefern. Nur wenn Eltern, Kinder und Jugendliche, aber auch junge Volljährige ihre Rechte und Pflichten kennen, kann dieses Gesetzt sein potenzial in der Praxis entfalten.

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Herausgeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (www.bmfsfj.de)

Landesgesetzliche Regelung zum Kinderschutz

Das Gesetz zum Schutz des Kindeswohls und zur Förderung der Kindergesundheit (Kinderschutzgesetz) vom 9. Dezember 2009 (GVBl. LSA S. 644 KiSchutzG) können Sie auf dem Portal für Landesrecht Sachsen-Anhalt einsehen und herunterladen:

Kinderschutzgesetz Sachsen-Anhalt

Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG)

Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen vom 28. Dezember 2011
(BGBl. I S. 2975)

Mehr Informationen zum Bundeskinderschutzgesetz

UN Kinderrechtskonvention

Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 von der Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen.

Die Kinderrechtskonvention (kurz KRK) sichert jedem Kind – also Mädchen und Jungen bis zum 18. Lebensjahr – persönliche, wirtschaftliche und kulturelle rechte zu. Die Kinderrechtekonvention wurde von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen mit Ausnahme von Somalia, dem Südsudan und den USA ratifiziert und gilt damit als erfolgreichster Völkerrechtsvertrag aller Zeiten. Die UN-Kinderrechtskonvention ist in der Bundesrepublik Deutschland am 5. April 1992 ratifiziert worden. Deutschland war einer der ersten Staaten der Welt, der diese bereits am 26. Januar 1990 unterzeichnet hat.

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Herausgeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche (www.bmfsfj.de)

Datenschutz bei Frühen Hilfen

Praxiswissen kompakt

Gemeinsam mit dem Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK) hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) eine Publikation mit praktischem Wissen zum Thema Datenschutz für Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen Früher Hilfen herausgegeben. Autor des Textes ist das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V.

Die Publikation verdeutlicht die gemeinsamen Grundsätze zum Datenschutz, die sowohl in der Kinder- und Jugendhilfe als auch in der Gesundheitshilfe Geltung beanspruchen: Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Datenschutz als Vertrauensschutz und Transparenzgebot.

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Quelle: Datenschutz bei Frühen Hilfen. Praxiswissen Kompakt., Herausgeber: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), c/o Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung